Warum es sich lohnt, in Ungarn ein Unternehmen zu gründen – Ein umfassender Leitfaden für ausländische Investor:innen
Ungarn wird bei internationalen Investor:innen immer beliebter – und das aus gutem Grund.
Das Land bietet eine der niedrigsten Körperschaftsteuern Europas, kompetitive Lohnkosten, ein stabiles rechtliches Umfeld und eine strategisch günstige Lage im Herzen Europas.
Dank der ausgebauten Infrastruktur und staatlicher Förderungen ist Ungarn ein idealer Standort für regionale Zentralen, Produktions- und Dienstleistungsunternehmen sowie für Forschung und Entwicklung.
Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Vorteile einer Firmengründung in Ungarn und die notwendigen Schritte für einen erfolgreichen Markteintritt.
„Der Erfolg eines Unternehmens basiert auf einer soliden rechtlichen Grundlage und einer durchdachten Strategie.”
– Dr. Éva Torma, Rechtsanwältin
1. Steuern und Arbeitgeberkosten
Körperschaftsteuer: In Ungarn gilt ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von nur 9 % – einer der niedrigsten in der gesamten EU. Das bedeutet einen erheblichen Wettbewerbsvorteil hinsichtlich Gewinn und Cash-Flow.
Arbeitgeberabgaben: Der Sozialversicherungsbeitrag der Arbeitgeber liegt bei rund 13 % und ist damit deutlich niedriger als in den meisten westeuropäischen Ländern.
Gesamtsteuerbelastung: Obwohl die Mehrwertsteuer mit 27 % hoch ist, betrifft sie nur den Endverbrauch. Für Unternehmen sind die niedrigen Körperschafts- und Lohnnebenkosten entscheidend.
Insgesamt profitieren Firmen in Ungarn von einem wesentlich günstigeren Steuersystem als etwa in Österreich, Deutschland oder der Schweiz.
2. Arbeitsmarkt und Lohnkosten
Löhne und Wettbewerbsfähigkeit: Die durchschnittlichen Löhne liegen weiterhin deutlich unter westeuropäischem Niveau – ein Kostenvorteil insbesondere für Produktions- und Dienstleistungssektoren.
Qualifikation: Ungarn verfügt über gut ausgebildete Fachkräfte mit technischem und IT-Know-how. In Städten wie Budapest, Debrecen, Győr und Szeged gibt es hervorragende Ingenieur-, IT- und Finanzprogramme.
Flexibilität: Das Arbeitsrecht ist stabil und EU-konform, Arbeitsverträge bieten hohe Rechtssicherheit.

3. Immobilienpreise und Mietkosten
Büromieten: In Budapest liegen die Mieten für Büros der Kategorie A meist zwischen 25 und 30 EUR/m²/Monat – deutlich unter den Preisen in Wien, München oder Zürich.
Wohn- und Industrieimmobilien: Auch Grundstücke und Lagerflächen sind günstiger, was Investitionen in Produktion und Logistik erleichtert. Kleinere bis mittlere Industriegrundstücke in der Hauptstadtregion kosten etwa 60 – 140 EUR/m².
Trotz Preissteigerungen bleiben ungarische Immobilien im europäischen Vergleich sehr wettbewerbsfähig.
4. Infrastruktur und geografische Vorteile
Zentrale Lage: Ungarn liegt im Herzen Europas und ist ein idealer Transit- und Logistikstandort.
Straßen-, Schienen- und Luftverkehr sind hervorragend ausgebaut; Autobahnen und Industrieparks verbinden das Land schnell mit Deutschland, Österreich, Polen und dem Balkan.
Logistische Drehscheibe: Die Regionen Budapest und Győr gewinnen zunehmend an Bedeutung für den Ost-West-Warenverkehr – besonders vorteilhaft für exportorientierte Unternehmen.

5. Staatliche Förderungen und Investitionsanreize
Zielgerichtete Förderungen: Die ungarische Regierung bietet ausländischen Investor:innen verschiedene Anreize – nicht rückzahlbare Zuschüsse, Steuervergünstigungen, Ausbildungs- und Infrastrukturprogramme.
Bevorzugte Branchen: Förderungen konzentrieren sich auf die Automobil-, Elektronik-, Logistik-, Gesundheits- und IT-Industrie.
EU-Fördermittel: Zusätzlich stehen zahlreiche EU-Programme zur Verfügung, insbesondere für Forschung, Digitalisierung und erneuerbare Energien.
6. Unternehmensgründung und Betrieb
Einfache Firmengründung: Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Kft.) kann innerhalb weniger Tage gegründet werden – schnell und kostengünstig.
Rechtliches Umfeld: Das ungarische Rechtssystem ist EU-konform; Unternehmensführung und Buchhaltung sind transparent. Ausländische Eigentümer:innen dürfen uneingeschränkt Firmen gründen und besitzen.
Beratung: Für einen reibungslosen Start empfiehlt sich die Unterstützung durch lokale Rechtsanwält:innen, Buchhalter:innen und Steuerberater:innen.
7. Vergleichende Übersicht
| Land | Körperschaftsteuer (%) | Ø Bruttomonatslohn (EUR) | Premium-Büromiete (EUR/m²/Monat) | Arbeitgeberabgabe (%) |
|---|---|---|---|---|
| Ungarn | 9 | 1 800 | 28 | 13 |
| Österreich | 25 | 3 800 | 35 | 21 |
| Deutschland | 30 | 4 300 | 35 | 20 |
| Schweiz | 14 | 6 000 | 45 | 14 |
| Polen | 19 | 2 060 | 25 | 20 |
Diese Übersicht zeigt deutlich: Ungarn kombiniert eine sehr niedrige Körperschaftsteuer mit deutlich geringeren Lohnkosten, stabiler Wirtschaft und hervorragender Infrastruktur.

8. Wann ist Ungarn besonders attraktiv?
- Produktion und Zulieferung: niedrige Lohnkosten, gute Logistik, moderne Industrieparks.
- Shared-Service- und Dienstleistungszentren: qualifizierte, mehrsprachige Arbeitskräfte bei geringeren Personalkosten.
- Forschung & Entwicklung / Technologieprojekte: Steuervergünstigungen und Innovationsförderungen.
- Logistik- und Distributionszentren: zentrale EU-Lage mit optimaler Erreichbarkeit.
- Regionale Holding- oder Managementstruktur: günstige Besteuerung, stabiles Rechtssystem.
9. Praktische Schritte zur Unternehmensgründung
- Markt- und Finanzanalyse: Kosten, Steuern und Fördermöglichkeiten prüfen.
- Wahl der Rechtsform: Die Kft. (GmbH) ist am verbreitetsten; auch Aktiengesellschaften sind möglich.
- Förderanträge: Bereits in der Planungsphase vorbereiten.
- Personal- und Lohnsystem einrichten: gemäß lokaler Vorschriften.
- Immobilienwahl: Büro, Standort oder Industriefläche nach Bedarf.
- Rechts- und Steuerberatung: Lokale Expert:innen sichern rechtskonformes und effizientes Handeln.
Fazit – Für wen ist Ungarn besonders vorteilhaft?
- Für Investor:innen, die niedrige Steuern und ein stabiles rechtliches Umfeld suchen.
- Für Unternehmen, die im Herzen Europas mit wettbewerbsfähigen Lohnkosten arbeiten möchten.
- Für Firmen, die Logistik-, Produktions- oder Servicezentren planen.
- Für Projekte, die EU-Förderungen und internationale Märkte nutzen wollen.
Schlussgedanke:
Die ungarische Wirtschaft ist stabil, das Investitionsumfeld transparent und das Steuersystem günstig.
Ungarn bietet eine zentrale Lage, EU-Rechtssicherheit und ausgezeichnete Fachkräfte – ideale Bedingungen für neue Unternehmensgründungen.
💼 Für weitere Informationen wenden Sie sich vertrauensvoll an Dr. Éva Torma, Rechtsanwältin – rechtliche Beratung zu Firmengründung, Investitionen und Unternehmensentwicklung in Ungarn.
Warum lohnt sich eine Unternehmensgründung in Ungarn?
Ungarn bietet eines der attraktivsten Steuersysteme Europas.
Die 9 %-Körperschaftsteuer, das stabile Rechtssystem und die schnelle Firmeneintragung schaffen ideale Voraussetzungen für Investor:innen.
Wie lange dauert die Gründung eines Unternehmens?
In den meisten Fällen kann eine GmbH (Kft.) innerhalb von 2 – 3 Arbeitstagen gegründet werden, sofern alle Unterlagen vorliegen.
Können Ausländer:innen ein Unternehmen gründen?
Ja. Sowohl natürliche als auch juristische Personen aus dem Ausland können ohne Einschränkungen Firmen in Ungarn gründen – auch mit 100 % Eigentum.
Welche Steuern gelten für ungarische Unternehmen?
Die wichtigsten: 9 % Körperschaftsteuer, 13 % Sozialbeitrag und 27 % Mehrwertsteuer (nur auf Endverbrauch).
Diese Belastung liegt unter dem EU-Durchschnitt.
Welche Branchen sind besonders interessant für Investitionen?
Besonders gefördert werden: Automobil-, Logistik-, Gesundheits-, IT- sowie Forschungs- & Entwicklungssektor.
Oft stehen staatliche oder EU-Förderungen zur Verfügung.
Welche Vorteile bietet die geografische Lage Ungarns?
Ungarn liegt im Herzen Europas und ist logistisches Drehkreuz zwischen Ost und West.
Autobahn- und Eisenbahnnetz verbinden das Land mit allen wichtigen Märkten.
Wie sicher ist das rechtliche Umfeld?
Das ungarische Rechtssystem ist EU-kompatibel, Unternehmens- und Steuerrecht sind transparent.
Mit anwaltlicher Begleitung verläuft der Gründungsprozess sicher und effizient.
Mit welchen Kosten ist bei der Gründung zu rechnen?
Die Hauptkosten entstehen durch Anwaltsgebühr, Registergebühr und Bankkontoeröffnung – insgesamt günstiger als in Westeuropa.





